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Pressespiegel

Hier finden Sie diverses Presseecho - gegliedert nach den verschiedenen Aktionen des Emssaga e.V.

 

„Lingener Tagespost“, 06.08.1998

Wikingerschiff auf der Fahrt nach Papenburg

Steppke wollte Salzbergen gegen Wikinger verteidigen

Besuch der „Emssaga III“ entwickelte sich zum Volksfest

Von Heinz Krüssel (Text und Fotos)

Salzbergen. Ein Spektakel nicht alltäglicher Art erlebten am Dienstagnachmittag einige hundert Salzbergener: Jung und alt hatte sich in Höhe der Emshalle am Ufer der Ems versammelt, um das angekündigte Eintreffen des Wikingerschiffes „Emssaga III“ mitzuerleben.

EINIGE HUNDERT Salzbergener hatten sich zur Begrüßung der „Emssaga III“ am Ufer der Ems eingefunden.

Der mit einer alten Feuerwehruniform bekleidete „Späher“, der auf der Emsbrücke postiert war, entdeckte als erster den um die letzte Emsbiegung schippernden Nachbau des historischen Drachenbootes aus der Wikingerzeit. Gottlob hatten die „Seefahrer“ aus Rheine keine räuberischen Absichten wie sicherlich vor vielen hundert Jahren ihre Vorbilder. Das Outfit erinnerte allerdings sehr an die einstmals verwegenen, rauhen, normannischen Seefahrer. So dachte auch wohl ein kleiner Steppke, der mit Schild und Schwert sein Heimatdorf verteidigen wollte. Kapitän Dr. Karlo Osthues und seine Crew kündeten jedoch schon von weitem an, daß man nur in friedlicher Absicht den Landungssteg ansteuere. Weil man aber etwas

Geschenke als Zeichen der Friedfertigkeit

zu früh den Zielhafen in Salzbergen erreicht hatte und noch nicht alle Gäste eingetroffen waren, bewies die Mannschaft auf der „Emssaga III“, daß das Boot voll manövrierfähig ist. Es wurde zunächst eine kleine Warteschleife auf der Ems in Richtung Listrup gerudert, vorbei an den wartenden Zuschauern, ehe man sich dann zum Anlegemanöver entschloß.

Bürgermeisterin Anni Brinker und Gemeindedirektor Karl-Heinz Mäteling hießen die Gäste in der Emsgemeinde willkommen. Die Spitze von Rat und Verwaltung wurde sodann eingeladen, an Bord der „Emssaga III“ zu kommen. Als Zeichen der Friedfertigkeit wurden kleine Geschenke ausgetauscht. Während die Salzbergener einen echten „Wikinger-Korn“ parat hatten, revanchierte sich die Besatzung des Schiffes mit dem Trunk der Germanen, einer Flasche Met.

Zur Begrüßungsmannschaft auf der Seite der Gemeinde zählten einige Hostessen, und auch die Freiwillige Feuerwehr war zum Willkommensgruß anwesend. Die Mitglieder des Museumsvereins hatten dazu eine alte Handdruckspritze aus dem Jahr 1888 an das Emsufer geschafft und spritzten damit „Salut“.

KAPITÄN Dr. Karlo Osthues unterstützte Bürgermeisterin Anni Brinker und Gemeindedirektor Karl-Heinz Mäteling beim „Entern“.

Beim Landgang der Schiffsbesatzung mischte sich diese schnell unter das „gemeine Volk“. Im Vordergrund der Ems reise von Rheine bis nach Papenburg solle natürlich der Spaß stehen. Man werde jeden Tag einige Kilometer auf der Ems zurücklegen und abends in den Anlegehäfen kräftig feiern.

So erzählten die „Seefahrer“, allesamt Mitglieder des „Vereins zur Förderung der historischen Emsschiffahrt“ aus Rheine, daß man das Boot in mehr als 3000 Stunden selbst gebaut habe. Vorbild des etwa 16 Meter langen und 3,40 Meter breiten Schiffes sei das im Jahr 1956 entdeckte Segelboot, das vor mehr als 1000 Jahren nahe der dänischen Küste bei Roskilde gesunken war.

Für das leibliche Wohl der Besucher sorgte die Kolpingfamilie Salzbergen, die entsprechende Grill- und Getränkestände aufgebaut hatte. Für die musikalische Umrahmung des Festes waren die „Steider Heidemusikanten“ zuständig.

Am 14. August soll das Drachenboot hinter der Seeschleuse an der Papenburger Meyer-Werft eintreffen.

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zuletzt geändert am 18.05.2011

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Quelle: www.emssaga.de > Pressespiegel (http://emssaga.de/pressespiegel/ 11.12.2017 04:45:42)