Aus S. Fischer-Fabian:
Die ersten Deutschen
Germanicus Feldzugsplan sah eine Teilung der Streitkräfte vor, getreu dem bewährten römischen Prinzip, nach dem auch ein Moltke handelte: „Getrennt marschieren – vereint schlagen.” Caecina, der in vielen Schlachten ergraute Unterfeldherr, sollte mit den vier niederrheinischen Legionen durch das Land der Usipeter und Brukterer marschieren – ungefähr die Linie Xanten-Bocholt-Rheine verfolgend –, die Kavallerie durch Friesland reiten. Germanicus selbst benutzte den von seinem Vater Drusus angelegten Kanal vom Rhein zur Zuidersee, um seine Truppen über die Nordsee zur Emsmündung zu bringen. Bei dem heutigen Ort Rheine im Münsterland vermutet man den Treffpunkt der drei Heeresteile.
Arminius war inzwischen nicht müßig gewesen. Mit letztem persönlichen Einsatz versuchte er wieder einmal, die Germanen zu gemeinsamem Kampf zu einen.